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Fundraising neu gedacht

Foto: SOS-Kinderdorf e.V., Christina Körte
Foto: SOS-Kinderdorf e.V., Christina Körte

[30|08|2022]

HM-Studierende entwickeln Spenden-Plattform für die junge Generation.

 

Menschen, die größere Beträge für einen guten Zweck spenden möchten, wünschen sich zwei Dinge: einen engeren, ggf. persönlichen Kontakt zur Einrichtung sowie eine engere Bindung an das konkrete Vorhaben, kurz sie möchten sehen, dass sie ihre Spende „Einfluss“ hat.

 

Diese Erkenntnis ist für SOS-Kinderdorf e.V. nicht neu und eingeübte Praxis. Die etablierten Prozesse der persönlichen Betreuung, sei es per Telefon oder Treffen stößt bei einer jungen, digital affinen Spender:innen Gruppe an seine Grenzen. Die jüngere Generation der privaten Förder:innen ist digital unterwegs. Wie erreichen wir diese Menschen? Mit dieser Frage kam SOS-Kinderdorf auf das DTLab zu und ein Team von HM-Studierenden konnte gemeinsam mit SOS-Mitarbeiter:innen und Amazon Web Services eine Lösung finden und einen Prototypen entwickeln.

 

Spenden zeigt Wirkung

Auf der Plattform wird gezeigt, was durch eine Spende ausgelöst werden kann, was bewirkt werden kann. Dabei steht das Anliegen der potentiellen Spender:innen im Vordergrund: sind es regionale Aspekte, die Art des Vorhabens (z.B. einen Sportplatz bauen, Reisen ermöglichen) oder sind es die verschiedenen Zielgruppen? Über verschiedene Filtermöglichkeiten lassen sich auf dem „SOS-Marktplatz“ die Herzensprojekte schnell finden.

Austausch und Vernetzung sind ebenfalls wichtige Aspekte. Au der Plattform können sich Spender:innen vernetzen, austauschen sowie ihre Geschichten erzählen und in den soziale Medien teilen.

 

Macht Lust auf mehr

Langfristiges Engagement, dies wünscht sich sicher jede Organisation. Die Plattform kann ein Baustein dafür sein. Die Präsentation des Prototypens im Rahmen der Abschlussveranstaltung der Projekte des Labors für nutzerzentrierte Innovation kam jedenfalls sehr gut an. Den HM-Studierenden hat das Projekt sehr viel Spaß gemacht. Sie würden sich freuen, wenn das Projekt fortgeführt werden kann, vielleicht sogar im nächsten Semester mit einem neuen Team. Das „Backlog“ dafür ist gut gefüllt.

Olav Hinz