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Mobile Apps vertreiben ohne App Store

[19|12|2018]

Studierende der Fakultät entwickeln eine Progressive Web App für aktuelle Informationen

 

Die Entwicklung von mobilen Apps ist vor allem eins: kostenintensiv. Neben der notwendigen Unterstützung mehrerer Technologieplattformen und Betriebssystemvarianten bedingte der Vertrieb bisher den Abschluss von Verträgen mit den App Stores der Plattformanbieter wie Apple, Google und Microsoft. Es ist daher interessant, dass ausgerechnet Google seit einiger Zeit eine neue Art von Apps propagiert und mit Werkzeugen unterstützt: die Progressive Web Apps. Dabei handelt sich um klassische Webanwendungen, die in der Lage sind neuartige Funktionen der Webbrowser nutzen können, z.B. das Hinzufügen zum Homescreen des Smartphones sowie Refresh und Update-Funktionen.

 

Ein Team aus Studierenden der Studienrichtung „Informationstechnik“ im Bachelorstudiengang Wirtschaftsingenieurwesen hat sich im aktuellen Semester dieser Technologie gewidmet. Es galt die bisher „native“ entwickelte fillter-App von Grund auf neu entwerfen und als Progressive Web App umzusetzen. Über die neue Version 2.0 der fillter-App lassen sich aktuelle Informationen zum persönlichen Stundenplan, aktuell freie (Lern)Räume sowie die Mensaspeisepläne am Campus Lothstraße und Campus Pasing abrufen. Die Daten zu Lehrveranstaltungen und Räumen sind für Studierende der Fakultäten 09, 10, 11 und in Teilen 12 und 13 verfügbar.

 

Mit der Bereitstellung einer App allein ist es allerdings nicht getan. Aktuell läuft daher eine erste Feedbackschleife. In der fillter-App besteht die Möglichkeit zur Abgabe von Kritik und Verbesserungsvorschlägen. Das aktuelle Team wird daraus die Anforderungen für das nächste Team aufbereiten.

 

Die fillter-App ist ein shortcut-Projekt. Shortcut ist ein projektbasiertes Lehrkonzept zur Heranführung von Studierenden an die Digitale Transformation. Unter der Leitung von Prof. Dr. Olav Hinz entsteht innerhalb von Shortcut ein Portfolio langfristig angelegter Lehrprojekte. Unter Einsatz speziell für die Lehre adaptierter agiler Methoden erleben Studierende über mehrere Semester die unterschiedlichen Perspektiven in Konzipierung, Entwicklung und Betrieb digitaler Produkte. Dies erlaubt die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Fakultäten sowie Kooperationspartnern aus Wirtschaft und Gesellschaft.

 

Prof. Dr. Olav Hinz